In Zusammenarbeit mit dem Projekt geraubt.de nahm das Politik-Profil der E-Phase am Donnerstag, den 22.01.2026, an einem zweitägigen Pilotprojekt teil. Ein Stadtrundgang hat uns Einblicke in das jüdische Leben in Bremen vermittelt.
Dabei haben wir verschiedene Orte in der Stadt besucht, deren historische Bedeutung heute oft kaum noch sichtbar ist. Der Rundgang endete am Mahnmal an der Bremer Schlachte, das an die systematische Beraubung und Enteignung jüdischer Menschen erinnert.
Am zweiten Projekttag werden wir uns künstlerisch mit den Lebensgeschichten jüdischer Bremer Bürger:innen auseinandersetzen. Wir sind gespannt auf unsere Ergebnisse!
Das Projekt geraubt.de dokumentiert die systematische Beraubung jüdischer Bürger:innen in Bremen während der Zeit des Nationalsozialismus. Es stellt umfangreiche historische Informationen, Originalquellen und Hinweise zu zentralen Orten bereit. Entwickelt wurde das Projekt im Zusammenhang mit dem 2023 errichteten Mahnmal zur Erinnerung an die sogenannte „Arisierung“ jüdischen Eigentums in Bremen.
„Arisierung“ war ein zentrales Instrument der antisemitischen nationalsozialistischen Politik. Jüdische Menschen wurden gezielt aus dem wirtschaftlichen Leben ausgeschlossen, ihr Besitz enteignet und meist weit unter Wert an nicht-jüdische Deutsche übertragen. Auch in Bremen vollzog sich dieser Prozess – häufig unter Beteiligung von Privatpersonen, Unternehmen und Behörden.